szmmctag

  • Die AfD und ich

    Die Alternative für Deutschland (AfD) hatte sich zu Beginn nur mit dem Euro und der Kritik an den verschiedenen Euro-Rettungsschirmen befasst. Das hatte mir die Partei sympathisch gemacht, weil mir die Argumente logisch erschienen. Ich hatte schon vor Einführung des Euro nicht verstanden, wie total unterschiedliche Volkswirtschaften eine gemeinsame Währung haben können. Wer das nicht versteht, sollte mal darüber nachdenken, wieso er gerade so lächerliche Zinsen für sein Erspartes bekommt.

    Aber ich schweife ab. Als dann in der AfD die ersten rechtspopulistischen Parolen laut wurden, hielt ich das für normal. Jede neue Partei lockt irgendwelche Spinner und politische Sektierer an. Bei den Grünen waren es die Pädophilen, bei den Piraten die soziophoben Politromantiker und bei der AfD eben die "Nationalkonservativen".

    Dann hatte ich mehr und mehr das Gefühl, dass die Parteispitze nicht nur ganz gezielt im rechten Lager Stimmenprozente abfischt, sondern dass der ganze Laden nach rechtsaußen abdriftet. Spätestens seit die Parteiführung bei den Pegida-Spinnern mitmarschiert, ist aus der Vermutung nun Gewissheit geworden.

    Für mich ist das Thema AfD damit durch. Mit den Trotteln, die da montags durch Dresden latschen und von der "Islamisierung des Abendlandes" faseln, will ich nichts zu tun haben.

  • Im Übrigen...

    •  habe ich morgen früh einen Termin beim Kieferchirurgen. Die Woche hat also noch Luft nach oben :-/
    •  muss Balsamico-Soße richtig, richtig sauer sein.
    •  gucke ich gerne Vorabendkrimis, weil die Mörder dort doppelt so schnell gefangen werden wie beim Tatort (in 45 statt 90 Minuten).
    •  habe ich noch kein einziges Weihnachtsgeschenk.
    •  gehen selbstgemachte Pommes nur mit mehligkochenden Kartoffeln.
    •  war ich heute morgen im Wald und hab 'nen Fuchs gesehen :yes:
    •  sollte ich so langsam die Winterreifen aufziehen lassen :DD
    •  hat mein Vater am 18.12. Geburstag, für den habe ich auch noch kein Geschenk.
    •  frage ich mich, wann aus Kleidung "Anziehsachen" wurden.
    •  hätte ich nix dagegen, zur Abwechslung auch mal erfreuliche Post zu bekommen >>:-(
  • Zahnschmerzen und Boney M.

    Eine der Phobien, die ich nicht leugnen kann, ist die Angst vor Zahnärzten. Ich hasse es, auf diesem Stuhl zu liegen und Dr. Dent. hilflos ausgeliefert zu sein. Zum Glück sind meine Beißerchen so weit in Ordnung. Allerdings hatte ich in den Neunzigern ziemlich heftigen Sanierungsbedarf, so schrecklich viel originale Bausubstanz ist seitdem gar nicht mehr übrig, jedenfalls nicht im Oberkiefer.

    Genau da fingen vorgestern die Schmerzen an. Erst hoffte ich auf ein Wunder inkl. Blitzheilung, das aber natürlich nicht eintrat. Stattdessen verbrachte ich die Nacht von Dienstag auf Mittwoch ziemlich schlaflos und rannte dann gestern Morgen um 8:00 Uhr mit mächtig geschwollener Backe zur Zahnärztin. Wurzelentzündung mit Abszess. Yippieh.

    Eine sehr schmerzlose Behandlung später ging es mir schon wieder viel besser. Seitdem nehme ich Antibiotika. Heute morgen war ich wieder bei Frau Doktor und am Montag geht's weiter zum Kieferchirurgen. Aber Hauptsache, die Schmerzen sind weg.

    By the way, mein erster Zahnarzt in dem saarländischen Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, hieß Dragutin M. Dragutin! So benahm er sich auch. Wahrscheinlich verdanke ich ihm die Angst vor seinesgleichen. Dragutin klingt so ähnlich wie Rasputin, und jetzt kriege ich dieses Lied nicht mehr aus dem Kopf.

  • Neulich in Trier

    Trier_b

  • Ihr Frauen seid echt klasse

    Frauen sind toll

    Wir Kerle öffnen die Türen ja immer noch ganz altmodisch mit den Händen.

  • Radi-Aid!!!

  • Neulich im Supermarkt

    Dieser Eintrag der Venus hat mich an die folgende Geschichte erinnert.

    Im Supermarkt meines Vertrauens nebenan habe ich mich regelmäßig darüber geärgert, dass die Gänge ständig mit Gerümpel vollgestellt waren. Ich hatte das sogar mit dem Handy geknipst:

    SM1SM2

    Ich schrieb also eine Mail:

    Liebes [Name des Supermarktes]-Team,

    ich habe ja Verständnis dafür, dass die Regale in Ihren Märkten hin und wieder aufgefüllt werden müssen und deswegen Paletten in den Gängen stehen. Aber vielleicht sollten Sie den Manager Ihres Marktes in [Ort] gelegentlich darüber in Kenntnis setzen, dass er noch ein wenig Platz für die Kunden lassen sollte. Beigefügte Fotos sind von heute Morgen.

    Als ich eine Servicekraft darauf ansprach, dass es “doch ein bisschen eng für einen Einkaufswagen sei” (s. zweites Foto), blickte ich nur in ein ziemlich leeres Gesicht. Ich habe die störende Leiter dann selbst aus dem Weg geschoben. Als Kunde macht man sich ja gerne nützlich.

    Viele Grüße

    Ich bekam eine Antwortmail, in der ich gebeten wurde, meine Telefonnummer mitzuteilen. Das habe ich natürlich nicht gemacht. Wer will sich schon am Telefon von inkompetenten Marktleitern erzählen lassen, dass das Zustellen der Wege höhere Gewalt sei.

    Wenig später fand ich im gleichen Markt folgende Situation vor:

    Maschine

    Ein gefundenes Fressen. Ich schrieb eine neue Mail:

    Hallo Frau T.,

    gerne komme ich auf meine Mail vom [...] zurück, die Sie nach eigenen Worten “mit großem Interesse zur Kenntnis genommen” haben.

    In der Zwischenzeit sind mir viele weitere Lösungen zur Verkehrsberuhigung im Supermarkt in [Ort] aufgefallen. Am heutigen Samstag hinderte eine pfiffig platzierte Kehrmaschine vorwitzige Kunden daran, sich dreist am Kühlregal zu bedienen. Vorbildlich! Es wird Sie sicher freuen, dass das Foto auch bei meinen Facebook-Freunden viele positive Reaktionen hervorgerufen hat.

    Falls Kunden in dem Markt als störend empfunden wären, wäre es aber sicher effektiver, den Laden gleich komplett zu schließen.

    Viele Grüße

    Ein paar Tage später hatte der Supermarkt meine Telefonnummer herausbekommen (die übrigens nicht im Telefonbuch steht). Der Chef des Marktleiters erzählte mir lang und breit und mit ausgesprochen genervter Stimme, dass sich das alles leider nicht ändern lasse und die Mitarbeiter manchmal auch nicht die hellsten seien (sinngemäß). Das Gespräch war total überflüssig. Ich spürte förmlich, wie meine kostbare Lebenszeit dahinschmolz, während der Mensch Stuss in den Hörer sprach.

    Ich kaufe seitdem übrigens bei Edeka ein. Da scheinen die Mitarbeiter mehr in der Birne zu haben. Jedenfalls sehen die Gänge dort anders aus.

  • Schlaflos in NRW

    Mit den Hühnern aufstehen - davon kann keine Rede sein, die Viecher schlafen sicher noch. Naja, nutze ich die Zeit eben, um die Wohnung zu putzen :D

    Einen schönen Tag euch allen :wave:

  • Erster Schultag

    1972 Einschulung

    Könnt Ihr Euch noch an Euren ersten Schultag erinnern? Meiner war 1972. Meine Mutter sieht auf dem Bild noch total jung aus. Sie war auch erst 27.

    Ich weiß noch, dass es mir in der Schule nicht besonders gefallen hat. Da waren viele fremde Kinder und nur wenige, die ich aus dem Kindergarten kannte. Was in der Schultüte war, weiß ich nicht mehr. Ich kann mich aber noch erinnern, dass es auf dem Hin- oder Rückweg geregnet hat und sich dieses gelbe Papier auf der Tüte auflöste. Den bescheuerten Anzug fand ich damals sicher auch schon doof.

  • Ein Fest fürs Leben

    Es kommt selten, sehr selten vor, dass mich ein Buch restlos in seinen Bann zieht. Zuletzt war mir das, glaube ich, vor zwei Jahren mit der (englischen) Biografie von Tatiana Proskouriakoff passiert.

    Aus irgendeinem Grund bin ich neulich auf die Idee gekommen, mich mit Ernest Hemingway zu befassen. Für den Kindle gibt es nicht viele seiner Bücher. Ich entschied mich für "Paris - Ein Fest fürs Leben" ("A Moveable Feast"). Das ist eine Sammlung von Erinnerungen aus seiner Zeit in Paris in den zwanziger Jahren, die erst nach seinem Tod herausgegeben wurde.

    Er beschreibt, wie er sein ziemlich ärmliches Dasein fristet, berühmte Menschen trifft (Gertrude Stein, F. Scott Fitzgerald, Ezra Pound und viele andere) oder zum Skifahren in die Alpen reist. Ansonsten geschieht nicht viel. Aber Hemingways Schreibe, die ich wegen meiner mäßigen Englischkenntnisse leider nur in der deutschen Übersetzung lesen kann, ist einfach packend. Oft spaziere ich mit Google Street View durch Paris, gucke mir die Orte an, an denen er gewohnt oder getrunken hatte, und freue mich darüber, dass es dort vermutlich heute noch so ähnlich aussieht wie vor neunzig Jahren.

    Das Doofe an Büchern, die mir wirklich, wirklich, wirklich gut gefallen, ist, dass irgendwann der Tag kommen wird, an dem ich die letzte Seite gelesen haben werde. Bei der Biografie von Tatiana Proskouriakoff hat das Monate gedauert, weil ich ja jede Seite erst mühselig übersetzen musste. Ich habe mir angewöhnt, "Ein Fest fürs Leben" sehr langsam zu lesen, damit ich länger daran habe. So ganz nebenbei hat das auch den Vorteil, dass ich mich viel intensiver mit dem Buch beschäftige - und es mir so noch besser gefällt. Ich bin jetzt gerade erst bei der Hälfte.

    Als nächstes lese ich "Fiesta", auch von Hemingway. Das gibt's nur als Print-Buch, macht aber nix.

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